Benzin



Benzin

Benzin ist das am meisten verkaufte, raffinierte Erdöl der Welt. Benzin ist dabei ein Oberbegriff für zahlreiche, verschiedenen Benzinsorten. Diese Benzinsorten unterscheiden sich in ihrer Klopffestigkeit. Die Klopffestigkeit ist die Eigenschaft des Benzins, nicht unkontrolliert in einem Ottomotor zu verbrennen, sondern nur präzise durch Funken. So wird in Deutschland beispielsweise mitunter unterschieden zwischen den Benzinsorten Super Bleifrei und Bleifrei.

Weltweit wird über die Hälfte jedes Barrels Rohöl zu Benzin verarbeitet. Allein in den USA werden täglich knapp 10 Millionen Barrel verbraucht, was den Benzinpreis von der Automobilindustrie abhängig macht. In 2007 wurden in Deutschland ca, 21,3 Mio. Tonnen Benzin verbraucht.

Der wichtigste Handelsplatz für Benzin ist die New York Mercantile Exchange (NYMEX). Hier werden seit Mitte der 80er Jahre auch spezielle Futures für bleifreies Benzin gehandelt. Die gehandelten Kontrakte notieren in US-Cent je Gallone und umfassen 42.000 Gallonen. Was ungefähr 1.000 Barrel Benzin entspricht, wobei eine US-Gallone rund 3,785 Litern entspricht. In Europa orientieren sich die Benzinpreise am Rotterdamer Markt. Dabei wird Benzin in US-Dollar je 1000 kg gehandelt.


Die Volatilität der New York Benzin-Futures richten sich nach dem amerikanischen Markt. Die Benzinkurse reagieren deshalb vor allem auf Daten, die die USA betreffen. Die Benzinkurse werden aber immer mehr von Nachrichten aus den ölproduzierenden Ländern beeinflusst. Die Benzinpreise sind vielfach im Fokus der Öffentlichkeit, da sie für die Lebenshaltungskosten von zentraler Bedeutung sind und seit geraumer Zeit starken Preisschwankungen mit eindeutiger preiserhöhender Tendenz ausgesetzt sind. Neben hohen Benzinpreisen sorgen auch Umwelt- und Luftverschmutzung für eine verstärkte Entwicklung von benzinsparenden Antriebstechnologien.